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Kaffeelexikon

Tamper

Gleichmäßiger Druck, perfekter Espresso – das Werkzeug für präzise Extraktion im Siebträger.

Wozu dient ein Tamper in der Espressozubereitung?

Ein Tamper verdichtet das Kaffeemehl im Siebträger, damit das Wasser gleichmäßig hindurchfließt. So entsteht eine kontrollierte Extraktion mit stabilem Druck und vollmundigem Espressogeschmack.

Wie der Tamper Präzision und Gleichmäßigkeit in der Espressozubereitung ermöglicht

Inhalt

Was ist ein Tamper und wie wird er richtig verwendet?

Ein Tamper ist ein zentrales Werkzeug bei der Espressozubereitung, das das Kaffeemehl im Siebträger gleichmäßig verdichtet. Durch den kontrollierten Druck entsteht ein homogener Kaffeepuck, der den Wasserfluss reguliert und eine gleichmäßige Extraktion ermöglicht.

Beim Tampen gilt: mit festem, aber nicht übermäßigem Druck arbeiten – so fließt das Wasser gleichmäßig durch das Kaffeemehl und bringt Aromen, Süße und Crema optimal hervor.

Funktion des Tampens:

  • Verdichtet das Kaffeemehl zu einem gleichmäßigen Puck.
  • Schafft Widerstand gegen den Brühdruck (ca. neun Bar).
  • Stabilisiert die Extraktion durch gleichmäßige Porenstruktur.
Beachte: Übermäßiger Druck verbessert das Ergebnis nicht – entscheidend ist die Gleichmäßigkeit, nicht die Kraft.

Wie funktioniert die richtige Technik beim Tampen?

Ein Tamper besteht aus einem ergonomischen Griff und einer Metallbasis, die flach oder leicht konvex geformt ist. Beim Tampen wird der Tamper senkrecht auf das Kaffeemehl gesetzt und mit etwa 15–20 kg Druck angedrückt.

Entscheidend ist die Geradlinigkeit – schon kleine Schrägen führen zu ungleichmäßiger Extraktion oder „Channeling“. Ein leichter, abschließender Dreh (Polieren) sorgt für eine glatte Oberfläche des Pucks.

Richtige Tamp-Technik – Schritt für Schritt:

  1. Siebträger auf einer stabilen Fläche positionieren.
  2. Kaffeemehl gleichmäßig verteilen (ggf. mit Leveler).
  3. Tamper gerade ansetzen und mit kontrolliertem Druck tampen.
  4. Leichten Dreh ausführen, um die Oberfläche zu glätten.
  5. Tamper ohne Rucken abheben, um den Puck nicht zu beschädigen.
Wissenswert: Entscheidend ist der Winkel – nicht der maximale Druck. Ein schiefer Tamp verfälscht den Fluss stärker als ein zu leichter.

Aus welchen Materialien und Formen besteht ein Tamper?

Die Wahl des Materials beeinflusst Haptik, Gewicht und Präzision.

Bauteile und Materialien

 
Bauteil Typische Materialien Wirkung
Griff Holz, Edelstahl, Aluminium Ergonomie, Gewicht, Stil
Basis Polierter Edelstahl Präzision, Haltbarkeit
Form Flach oder konvex Gleichmäßige Verdichtung vs. Randverteilung

Ein gut ausbalancierter Tamper liegt angenehm in der Hand und ermöglicht gleichmäßigen Druck – entscheidend für die Konsistenz des Espressos.

Hinweis: Konvexe Basen gleichen Randverdichtungen aus, flache Varianten liefern reproduzierbare Ergebnisse bei perfekt verteiltem Mahlgut.

Wie wählt man die richtige Tamper-Größe für den Siebträger?

Tampers gibt es in unterschiedlichen Durchmessern, passend zu den Sieben verschiedener Espressomaschinen. Die Größe bestimmt, wie präzise der Rand des Kaffeepucks verdichtet wird – sie sollte exakt zum Sieb passen.

Tamper-Durchmesser und Einsatz

 
Tamper-Durchmesser Einsatzbereich Bemerkung
58 mm Professionelle Siebträgermaschinen Branchenstandard
54–55 mm Kompakte Haushaltsmaschinen Gängige Heimgröße
51 mm Kleinere Maschinen oder Dualboiler Präzise Handhabung, erfordert sauberes Leveling
Tipp: Ein zu kleiner Tamper hinterlässt unverdichtete Ränder; ein zu großer klemmt im Sieb. Der Tamper sollte sich leicht, aber passgenau bewegen lassen.