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Kaffeelexikon

Rohkaffee

Ausgangspunkt jeder Röstung und Grundlage für das spätere Aromaprofil.

Was versteht man unter Rohkaffee?

Rohkaffee bezeichnet die ungeröstete Bohne, die noch keine Aromen durch thermische Prozesse entwickelt hat. Sie wird getrocknet gelagert und bildet die Grundlage für alle späteren Röstprofile.

Vom Strauch zum Sack: Die Bedeutung von Grüner Kaffee

Inhalt

Was versteht man unter den unbehandelten Bohnen?

Unbehandelte Bohnen sind ungeröstete Kaffeebohnen, die nach der Ernte getrocknet, sortiert und für den Transport vorbereitet wurden. Sie besitzen noch keine Röst- oder Karamellnoten, weil die Kaffeeröstung noch nicht stattgefunden hat. Die Bohnen zeigen ihre natürlichen Eigenschaften besonders deutlich, deshalb dienen sie als Referenz für Herkunft, Varietät und Verarbeitung.

Wusstest du schon?: Rohkaffee duftet eher nach Heu, Holz oder Erbsen und nicht nach dem typischen Kaffeearoma.

Typische Produktionsschritte:

  • Ernte
  • Trocknung
  • Sortierung
  • Export

Diese Schritte prägen Qualität und Haltbarkeit, weil jede Phase über Sauberkeit, Gleichmäßigkeit und Defektfreiheit entscheidet. Daraus folgt, dass hochwertiger Rohkaffee die Grundlage jeder präzisen Röstung bildet.

Welche Inhaltsstoffe und Umweltfaktoren prägen die Qualität?

Die Qualität entsteht, weil natürliche Säuren und Zucker im Rohzustand vollständig erhalten bleiben. Diese Stoffe beeinflussen später die Entwicklung der Röstaromen. Die Anbauhöhe spielt eine besondere Rolle, weil kühlere Temperaturen die Reifung verlangsamen und die Bohne dichter machen, was für komplexere Aromen sorgt.

Merke: Defekte im Rohkaffee führen beim Rösten zu Fehlaromen und lassen sich nur schwer kaschieren.

Einflussgrößen auf die Rohkaffeequalität:

  • Boden
  • Klima
  • Varietät

Diese Faktoren bestimmen Wachstumsbedingungen und Reifeprozess. Weil Rohkaffee empfindlich auf Feuchtigkeit und Schäden reagiert, ist eine sorgfältige Behandlung entscheidend, um ein stabiles Ausgangsprodukt zu schaffen.

Wer bewegt die Ware auf dem Weltmarkt?

Die globale Ware wird durch Kaffeehändler strukturiert, die Rohkaffee nach Ursprung, Aufbereitung und Qualitäten bündeln. Importeure übernehmen Transport, Qualitätskontrolle und Lagerung für Röstereien. Sie sichern Rückverfolgbarkeit, sorgen für Proben und klären logistische Abläufe. Weil Herkunft, Jahrgang und Aufbereitung unterschiedlich ausfallen, hält der Handel eine große Bandbreite für verschiedene Ansprüche bereit.

Begriffe erklärt: Screening bezeichnet die Sortierung der Bohnen nach Größe durch Siebe.

Akteure der Lieferkette:

  • Produzenten
  • Händler
  • Exporteure
  • Importeure

Diese Struktur ermöglicht es, Kaffee in stabilen Chargen zu bewegen, wodurch Preisbildung, Qualitätssicherheit und Verfügbarkeit gewährleistet bleiben.

Eigenschaften im Vergleich

Merkmal Rohkaffee (Grün) Gerösteter Kaffee (Braun) Bedeutung für Qualität
Wassergehalt hoch niedrig beeinflusst Haltbarkeit und Röstverhalten
Farbe grünlich, gelb braun zeigt Verarbeitung und Röstgrad
Aromastoffe neutral komplex Grundlage für spätere Geschmacksbildung
Struktur hart, dicht porös bestimmt Extraktionsverhalten
Lagerzeit lange stabil begrenzt frischer Röstkaffee verliert schnell Aromen

Wie verändert der Röstprozess das Ausgangsmaterial?

Der Röstprozess verändert das Material vollständig, weil aus Rohbohnen gerösteter Kaffee entsteht, der durch chemische Reaktionen ein neues Aromaprofil erhält. Hitze wandelt Zucker, Säuren und Proteine in hunderte flüchtige Aromastoffe um, die für die typische Duft- und Geschmacksvielfalt verantwortlich sind. Gleichzeitig verliert die Bohne Feuchtigkeit, wird poröser und lässt sich leichter extrahieren.

Häufig übersehen: Jede Röstkurve muss an die Rohkaffeeeigenschaften angepasst werden, damit weder Bitterkeit noch hohle Noten entstehen.

Geschmackliche Veränderungen:

  • Süße gewinnt an Tiefe
  • Säuren werden runder
  • Röstaromen entwickeln sich

Daraus folgt, dass der Röstprozess das entscheidende Bindeglied zwischen landwirtschaftlicher Herkunft und sensorischer Wahrnehmung ist.